Singer-Songwriter und Electro-Produzent. Für viele mag sich das nach zwei gegensätzlichen Ecken moderner Musikkultur anhören. Vermutlich ist Monolink genau deshalb so einzigartig – er ist nämlich beides. Mit spielerischer Leichtigkeit verbindet er die erzählerische Klangkunst eines Songs mit der Schubkraft elektronischer Rhythmen. Gitarrenakkorde mischen sich mit synthetischen Flächen, hypnotische Bassmassage trifft auf gefühlsbetonte Gesangsparts, leidenschaftliche Körperlichkeit auf großes Kopfkino.


Steffen Linck kommt aus jener Ecke, die oft mit dem wunderbar diffusen Begriff 'Gitarrenmusik' umschrieben wird. Nordamerikanischer Folk, Blues... auf einen bestimmten Stil kann er sich nie so recht festlegen. Und so sehr er seine Gitarre als ständigen Wegbegleiter liebt – mit den dafür komponierten Songs ist es so eine Sache. Dank melodischer Dramaturgie und zusätzlichem Stimmeinsatz erzählen sie der Hörerschaft zwar eine Geschichte, doch die ist viel zu oft einfach viel zu schnell vorbei. Deshalb ist der Wahlberliner zusätzlich von einem Genre begeistert, das alles andere als schnell vorbei ist: Elektronische Tanzmusik. Deren hypnotische Rhythmen erzeugen während ausgedehnter Partynächte eine durchweg körperliche Tanzerfahrung. Und da er neben seiner Aktivität als Gitarrist und Sänger bereits als DJ unterwegs ist liegt es nahe, die beiden musikalischen Grundprinzipien miteinander zu verbinden.
Das Rückgrad einer typischen Monolink Produktion bildet ein Song auf seiner Gitarre. Drumherum entwickelt sich im Zuge freier Improvisation der rhythmisch-melodische Klangkörper: Percussions, Samples, Gesang und synthetische Sounds. Wahrend eines Live-Sets trägt Monolink jenen ursprünglichen Song dann wiederum in Echtzeit vor, wobei er großen Wert auf möglichst sauberen, fließenden Sound legt. Das macht nicht nur klanglich, sondern auch in Sachen Bühnenshow ordentlich was her. Über seine Auftritte auf der Fusion, dem Fuchsbau oder 3000° Festival sowie diversen anderen Freiluft-Vergnügungen wird dementsprechend lange gesprochen, und auch in einschlägigen Berliner Clubs wie dem
Ritter Butzke, Sisyphos oder Keller lost Monolink gewaltige Begeisterungsstürme aus. Im September 2014 steigt ein mit Be.Svendsen produzierter Remix spontan in die Electronica Top 20 auf Beatport ein, für seine „The End“ EP tut er sich Anfang 2015 mit dem geistesverwandten Acid Pauli zusammen. Wo wir gerade bei Geistesverwandtschaft sind: Mit seinem einfallsreichen Stilmix passt Monolink natürlich ganz wunderbar ins Umfeld des illustren 3000° Kollektivs.

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